Aus Sicht von No. 7 auf OM - Pilota: Mauro Giansante

La corsa più bella del mondo aus Sicht des aktuell erfolgreichsten Abruzzeser Piloten, Mauro Giansante, aus Pescara. Klassiert wurde er in diesem Jahr auf Platz 11.

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Den legendären OM hat er einige Tage vor dem Start übernommen. So konnte er ihn testen und ausgiebige Angewöhnungsfahrten durchführen.

Einmal in Brescia gestartet, fingen für den Copiloten und Besitzer des OM die bangen Momente an. Auf den ersten Kilometern riet er dem Piloten immer wieder vorsichtig zu sein, bis dieser irgendwann mal einen Punkt setzte und dem Besitzer klar machte, dass man sich nun auf der Mille Miglia befinde und nicht auf einer Kaffeefahrt. Fortan war dieser Punkt geklärt.

Obwohl angedacht war, im offenen Fahrzeug zu reisen, entschieden die Beiden am zweiten Tag das Verdeck zu montieren, um nicht alle Roadbookseiten in regenfeste Plastikmäppchen abpacken zu müssen. Dazu hätte nämlich schlicht die Zeit gefehlt.

Infolge der aussergewöhnlichen längeren Streckenführung über l'Aquila und der Verlängerung um 1 Tag, wurde die Durchschnittsgeschwindigkeit auf 50 km/h erhöht. Das Erreichen der Sollzeiten stellte aufgrund der Etappen eine unerhörte Herausforderung dar.

Mauro Giansante hat alle Kontrollpunkte zur Sollzeit erreicht, jedoch höchstens 1 bis 2 Minuten vor Ablauf. Um dies zu erreichen, wurden auf offenen Strassen meist Geschwindigkeiten von 80 bis 100 km/h gefahren mit dem OM! Dies meist auf der inoffiziellen 3 mittleren Fahrspur. Nachdem er bereits zahlreiche MM erlebt hat und sich jedesmal unter den ersten 5 oder den ersten 20 klassierte, empfand er diese Austragung als die extremste in Sachen Geschwindigkeit und Risikobereitschaft, um sich ganz vorne zu klassieren.

Zeit für Essenhalte blieb kaum, so hat das OM-Team beispielsweise in San Marino lediglich eine Pause von 20 Minuten vor der Weiterfahrt eingeschaltet.

In Rom wurden die Teams von der Polizei gesammelt und durch die historische Innenstadt eskortiert. Mauro fuhr hingegen direkt zum Castell'San Angelo, wo eine Präsentation stattfand, bevor es anschliessend zum Hotel ging. Da er sich in Rom auskennt, war das Erreichen des Hotels für ihn kein Problem. Die Assistenz hat sich anschliessend beim Hotel um dem OM gekümmert und eine Person hat diesen bis zum Morgen "bewacht". Zum Schlafen kam auch das OM-Team kaum, so zählten sie durchschnittlich knapp 3 Std. Schlaf.

Nicht alle Gemeinden haben den Organisatoren ihre Zustimmung zur Durchfahrt erteilt. Genau diese Orte waren es auch, welche ihre Radarfallen gerichtet hatten. Nur so ist es zu erklären, das jetzt Bussenzettel für Teilnehmer- und Assistenzfahrzeuge eintreffen. Gerade auf der Etappe L'Aquila-Rom hat es zahlreiche Teilnehmer "geblitzt". Die Bussen sind gültig und bei Erhalt zu bezahlen.

Mauro gehört zu den Top Drivern in Italien. Für ihn ist die Teilnahme Kompetition & Sport, was ihn gänzlich von der überwiegenden Anzahl Touristikteilnehmer unterscheidet.

Um die 1000 Miglia in ihrer heutigen Form zu gewinnen, bedarf es auch heute einer hervorragenden Kondition, einer ausserordentlichen Portion Mut und Risikobereitschaft. Dies gepaart mit einem zuverlässigen schnellen Fahrzeug mit einem hohen Koeffizienten, welches ohne Rücksicht dauerhaft im Grenzbereich bewegt werden kann.

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Scuderia StellaLeone
Beat Sutter                         Bucchianico, 17. Juli 2014

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